Informationen zum Corona Virus

 

Liebe Patienten!

Bei begründetem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus (Grippesymptome plus Kontakt zu einer infizierten Person oder einer solchen aus einem Risikogebiet) wenden Sie sich bitte telefonisch an die Nummer 116117 (es kann zu Wartezeiten kommen). Bitte suchen Sie in diesem Fall NICHT unsere Praxis auf!

Wenn Sie unter sonstigen unklaren Infektsymptomen leiden, bitte wir Sie, VOR dem Aufsuchen unserer Infektsprechstunden telefonischen Kontakt mit unserer Praxis aufzunehmen (Tel.Nr. 321551). Sie können uns über Mail oder die Medi-one App einen Rückrufwunsch zukommen lassen.

Bitte betreten Sie unsere Praxis nach Möglichkeit mit Mundschutz! Wir versuchen die Infektionsgefährdung in unserer Praxis zu minimieren. Mit unseren Infektsprechstunden gelingt es bisher gut, die Sprechstunden zu entzerren. Ziel ist, dass sich möglichst wenig Patienten gleichzeitig in unserer Praxis aufhalten. Wir bemühen uns, vereinbarte Termine pünktlich einzuhalten. Gerne können Sie vor der Praxis warten und sich telefonisch anmelden. Wir versuchen Sie möglichst schnell direkt in eines der Behandlungszimmer zu führen.

Wir können Ihnen auch gerne anstelle Ihres Praxistermins ein Telefonat anbieten. Bitte melden Sie sich hierzu an.

Wenn Sie Termine nicht wahrnehmen können/möchten, bitten wir Sie um eine entsprechende Nachricht an unsere Praxis!

Vielen Dank

Das sog. SARS-CoV-2 Virus ist offenbar sehr ansteckend. Übertragungswege sind überwiegend Tröpfcheninfektionen (Husten, Niesen). Hauptsymptome sind Fieber (ca. 90%) und Husten (ca. 70%). Im Verlauf kann Kurzatmigkeit hinzukommen, was auf ein beginnendes  Lungenversagen hinweisen kann. In diesem Fall ist eine sehr schnelle Krankenhauseinweisung essentiell. Die Dauer von der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) liegt bei 5-6 Tagen. Sichere Daten zur Infektiosität liegen nicht vor, man geht von 13-18 Tagen nach Erkrankungsbeginn aus.

Besonders gefährdet scheinen ältere Menschen mit Erkrankungen der Lunge und des Herzens zu sein. Zur Sterblichkeitsrate wurden folgende Zahlen in Abhängigkeit des Lebensalters veröffentlicht: unter 50 Jahren unter 1%, steigt mit mit zunehmenden Lebensalter an und liegt nach aktuellen Zahlen in der Gruppe der über 80-jährigen bei mehr als 20%. Coronaviren gibt es schon ewig. Das Problem ist, daß diese spezielle Unterart durch Veränderungen des Erbgutes für den Menschen neu ist und somit die Abwehr unterlaufen kann. Im Falle eines schweren Verlaufes mit Lungenversagen liegt die Letalität bei 22%.

Spezielle Medikamente zur Bekämpfung der Infektion (Virustatika) befinden sich in Erprobung, sind aber aktuell noch nicht zugelassen. An einer Schutzimpfung wird ebenfalls gearbeitet, man rechnet mit der Anwendung nicht vor Herbst.

 

Hygienemaßnahmen:

Die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion sind Vermeidung potentiell gefährdender Situationen, Abstandhalten (mindestens 1 m), Verhinderung einer Tröpfcheninfektion und Händewaschen.

 

Was tun bei...

... Erkältungssymptomen: Bei Fieber, Halsschmerzen und Husten mit Notwendigkeit einer ärztlichen Abklärung kommen Sie bitte in eine unserer Infektionssprechstunden (Mo, Di, Do, Fr 13-14 Uhr, Mi 11-12 Uhr). AU-Bescheinigungen können wir im Falle von unspezifischen Infektionserkrankungen für die Dauer 1 Woche auch auf „Zuruf“ ausstellen. Im Falle einer vom Gesundheitsamt angeordneten Quarantäne erfolgt ebenfalls eine Krankschreibung. Eine solche ist wiederum NICHT möglich bei fehlenden Infektsymptomen, auch wenn bei Ihnen eine chronische Erkrankung vorliegt, und auch NICHT bei immunsuppressiven Therapie, wenn keine Infektzeichen vorliegen. In diesem Fall ist der Arbeitgeber gefordert, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

In diesem Zusammenhang bitten wir auch im Verständnis dafür, dass wir keine Rezepte zur Bevorratung von Medikamenten über ein Quartal hinaus ausstellen dürfen.

Wir bemühen uns übrigens, alle vereinbarten Termine pünktlich (so gut es in dieser besonderen Zeit eben geht) einzuhalten. Durch unsere Infektionssprechstunden sind die übrigen Akutsprechstunden weitgehend „infektionsfrei“.

....bei Verdacht auf Corona-Virusinfektionen rufen Sie bitte 116117 an (derzeit längere Wartezeiten). Sollte partout kein Durchkommen möglich sein, nehmen Sie bitte mit unserer Praxis Kontakt auf (Telefon, Medi-one App). Auf gar keinen Fall kommen Sie bitte in unsere Praxis, im Fall einer notwendigen Abklärung wird ein Abstrich vor unserer Praxis oder bei Ihnen zu Hause durchgeführt. Ab 16.3. wird es an verschiedenen Orten in Kiel stationäre Diagnostikzentren geben. Die  Notwendigkeit einer Abstrichuntersuchung mit PCR Diagnostik wird nach dem vom Robert- Koch-Institut veröffentlichten Flussschema entschieden: Im Falle von Infektionszeichen mit Kontakt zu einem bestätigtem Coronafall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn sowie im Falle von   Infektzeichen mit Aufenthalt in internationalen und nationalen Risikogebieten (www.rki.de/covid-19-risikogebiete)  besteht ein begründeter Verdachtsfall, der in einem der Testzentren zu einer entsprechenden Diagnostik führen wird.

Im Falle von Infektzeichen mit Aufenthalt in Regionen mit Coronavirusfällen und im Falle von Hinweisen für eine virale Lungenentzündung ohne erfassbares Expositionsrisiko wird zunächst keine PCR-Diagnostik durchgeführt. Hier besteht die Notwendigkeit weiterer Verlaufskontrollen, auch sollten die Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden.

Einen Fragenkatalog mit wichtigen Angaben bei Infektzeichen zur Risikoeinschätzung einer möglichen Coronavirusinfektion können sie unter folgendem Link abrufen: https://covapp.charite.de/questionaire.

...Immunsuppressiver Therapie (Kortison, MTX, Leflunomid,..): Eine dauerhafte Kortisontherapie erhöht dosisabhängig, insbesondere bei mehr als 10 mg Prednisolon täglich, das allgemeine Infektionsrisiko. Dagegen gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass sich gemeinhin als immunsuppressiv bezeichnete Medikamente wie Leflunomid, Methotrexat u.a. auf das Infektionsrisiko oder den Verlauf im Falle einer Corona-Infektion  negativ auswirken. Im Falle einer TNF-Inhibitor-Therapie gibt es Hinweise, dass der Verlauf einer Sepsis (Organversagen) sogar unter Einfluss dieser Medikamente milder ausfällt. Auch ist es gesichert, dass Medikamente wie MTX oder TNF-Blocker das Risiko eines Herzinfarktes reduzieren können, was auch im Zusammenhang mit Virusinfektionen wichtig ist, weil das Herzinfarktrisiko im Rahmen derartiger hochentzündlicher Erkrankungen stark erhöht ist.

Weitere detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie hier … link

...als pflegender Angehöriger:      

Und zum Schluss noch etwas zum Thema Impfen:

Eine Impfung gegen das Virus gibt es noch nicht. Da aber schwere Verlaufsformen das Risiko einer verkomplizierenden bakteriellen Lungenentzündung erhöhen, kann eine Pneumokokkenimpfung sinnvoll sein, besonders bei entsprechenden Vorerkrankungen. Es sei daran erinnert, dass diese Impfung ab dem Alter von 70 grundsätzlich empfehlenswert ist, sowie bei Patienten mit krankheitsbedingten Einschränkungen des Immunsystems (auch unter Einnahme immunsuppressiver Medikamente) und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen.

Weitere detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie hier … link

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Robert Koch Instituts unter „Steckbrief SARS-CoV-2“ und der Seite des Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (kvsh.de).

Als hilfreich möchten wir den täglichen Podcast von NDR Info zu diesem Thema empfehlen... link